Kinderparfums oftmals allergieauslösend

Das Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat zum Jahresanfang Kinderparfums untersucht und jetzt das Ergebnis präsentiert. Getestet wurden dabei 13 verschiedene Erzeugnisse von sieben Herstellern. Alle verwendeten Inhaltsstoffe entsprachen den rechtlichen Vorgaben. In den getesteten Produkten konnten die Tester weder verbotene Phthalate (Weichmacher) noch verbotene Moschusverbindungen nachweisen. Die Kennzeichnung der Parfums entsprach ebenso den rechtlichen Anforderungen.

Allergene-duftstoffe in Kinderparfums oftmals allergieauslösend

Allergene Duftstoffe in Kinderparfums


Dennoch stellten die Prüfer große Mengen an allergenen Substanzen fest. Ab einer bestimmten Inhaltsmenge sind die Hersteller verpflichtet, die Substanzen der in dieser Liste aufgeführten allergenen Substanzen zu benennen.

Eines der getesteten Parfums wurde als extra hypoallergen (Bedeutung: wenig allergieerzeugend) beworben. Im Test erwies sich dieses Produkt aber genau gegenteilig. Die Verbraucherschützer bewerteten das Produkt aufgrund dieses Täuschungsversuches schlechter.

Der Verbraucherschutz fordert die Eltern auf, beim Kauf insbesondere auf diese allergenen Stoffe zu achten. Diese Duftstoffe haben in derart hohen Konzentrationen in Kinderparfums nichts zu suchen. Die in der Liste aufgeführten allergenen Duftstoffe sind mit diesen hohen Sensibilisierungsraten in Kinderprodukten nicht angebracht. Beim Kauf von Kinderparfums sollte man also darauf achten, dass in der Bestandteilsliste so wenig allergene Duftstoffe wie möglich aufgeführt sind. Eine Alternative, die wir uns überlegen sollten, wäre gänzlich auf Kinderparfums zu verzichten.

Allergene Inhaltsstoffe können zu allergischen Reaktionen wie Hustenreiz, Augenjucken, Atembeschwerden und Hautausschlägen führen.